Feminismus, Misogynie und andere Kackscheisse

Vorweg: Ich bin zwar kein Verfechter des Feminismus, wie er heute hauptsaechlich durch selbsternannte Feministinnen propagiert wird, aber ich bin definitiv kein Frauenfeind. Ich bin fuer echte Gleichberechtigung.

Nachdem ich ein paar aeltere Reddit-Posts durchgescrollt habe, ist mir etwas klar geworden: Feminismus ist weit von dem entfernt, Frauen eine Gleichberechtigung zu verschaffen. Gut, zugegebenermassen vertrete ich die Meinung schon laenger, aber mir fehlte es immer an guten Argumenten. Nicht wie den Frauen, denn die haben ja als letztes Wort zur Not immernoch

Das ist sexistisch!!!11elf! #aufschrei

Und wenn man dagegen etwas sagt.. Im Internet.. Auweia, ich will mir gar nicht vorstellen, wie gewaltig der Shitstorm wird.

Das eigentliche Problem damit beschreibt besonders ein Post sehr gut: Something I've noticed about the "misogyny" on reddit

Dort werden einige interessante Feststellungen gemacht - besonders in den Kommentaren und bei den meisten Dingen kann ich leider nur zustimmen.

So wird Beispielsweise der Terminus "Misogynie" kaum noch fuer das verwendet, was er eigentlich bedeutet.

When you label everything misogyny, it's easy to claim that misogyny is everywhere.

Er ist, aehnlich wie das Label "sexistisch" nur noch ein Todschlagargument in haltlosen Debatten. Zur Erinnerung, was sich an der Bedeutung des Worts "Mysogynie" ueber die Zeit geaendert hat, hat das der Nutzer Disorderly-Conduct so ausgedrueckt:

Misogynist (1913): a man that hates women
Misogynist (2013): a man that women hates

Aehnlich verhaelt es sich meiner Meinung nach mit (vielen) FeministInnen. Es geht heute viel weniger darum, die Position der Frauen zu staerken, als mehr die des Mannes in den Dreck zu ziehen. Denn schliesslich sind alle Maenner wertlose Schweine.

Auch interessant finde ich eines der am meisten positiv bewerteten Statements. Darin wird die Theorie geaeussert, dass viele Frauen gar nicht wahrnehmen, dass sie im echten Leben eine bevorzugte Behandlung von Maennern bekommen, die online dann natuerlich erst einmal wegfaellt. Und wenn dann Frau nicht mehr als Frau behandelt wird, sondern neutral, ist dass ein Kulturschock. Da werden ehrliche Meinungen verteilt, es wird kein Blatt vor den Mund genommen, etc. etc... Anders gesagt: Online wird eine Frau erstmal behandelt wie ein Mann. They call that Gleichberechtigung. Jeder wird gleichberechtigt runtergemacht, wenn er Scheisse labert.

Und auch gleich dort wieder was dazu gelernt: Scheinbar gibt es ein "Tits or GTFO"-Meme. Das heisst nicht, dass man als Frau seine Titten zeigen muss, sondern dass es keine Sonderbehandlung gibt, nur weil man eine Frau ist. Wer also eine Sonderbehandlung statt Gleichberechtigung will, darf seine Oberweite zeigen. Ansonsten gilt die Regel "There are no girls on the internet" - ich interpretiere das fuer mich so, dass es ebenso keine Jungs/Kerle/Maenner gibt. Nur Menschen. Und viele davon sind halt einfach nicht die hellsten Birnen am Kronleuchter.

burntoast101

http://i.imgur.com/9AC6E.png
[...] The above is a really good explanation of "tits or gtfo", and how being on the internet women lose their advantage because no one is trying to sleep with them. If they want it back they have to degrade themselves and admit that the only thing interesting about themselves is their bodies.

UPDATE: Herzlichen Glueckwunsch an alle kommentierenden auf Reddit. Ihr bestaetigt, was im Artikel steht. Sachliche Diskussion ist fast allen fremd, lieber wird auf Details rumgeritten oder gleich ganz ohne Argument gestritten. Und die einzige Person, die genau das ankreidet, wird rigoros runtergevoted. Da freu ich mich. Nein wirklich. Weil ihr mich in meiner Meinung bestaetigt. Wenn alle rumzanken und einer hoffnungslos gegen den Strom von sinnlosem geflame schreibt, erinnert mich das doch schon sehr an einen Kindergarten.






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